Warum Gülle-Stopp?

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Wissenschaftliche Gutachten und Umweltverbände warnen seit langer Zeit vor den Folgen der industrialisierten Landwirtschaft und belegen sehr eindeutig  die Gefahren für die Umwelt. Hierzu finden Sie auf unserer Homepage zahlreiche Texte und Downloads. Diesen Warnungen schließen wir uns vorbehaltlos an.

Nicht zuletzt sehen wir unsere Befürchtungen durch die Klage der EU Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland wegen dauerhaft zu hoher Nitratwerte im Grundwasser bestätigt.

 

Massentierställe mit bis zu 40.000 Tieren, die in qualvoller Enge ein würdeloses Dasein ertragen müssen, produzieren jährlich ein Gülleaufkommen von mehreren 100 Millionen Litern. Die Agrarlobby preist diese Gülle, im Fachjargon auch Wirtschaftsdünger genannt, als wertvollen Dünger an. Wir nennen es Sondermüll, der auf Ackerböden verklappt wird und die Bürger mit dem elendigen Fäkaliengestank belästigt.

Wir verweisen auf den engen Zusammenhang von Massentierhaltung und Gülleverklappung.
Bestimmte Methoden einer intensiven Tierhaltung sind ethisch nicht mehr vertretbar. Nur wenn es gelingt, den Fleischkonsum und die Gier nach Billigfleisch zu reduzieren, wenn es gelingt, irrsinnige Subventionen zum Bau von „Qualtierställen“ abzubauen, könnte damit auch der Güllefluss ausgetrocknet werden.

Die riesigen industriellen Massentierställe in den Niederlanden und vom Münsterland über Norddeutschland bis hin nach Mecklenburg-Vorpommern können nicht genügend eigene Flächen zur Entsorgung nachweisen. Güllebörsen vermitteln die Transporte inzwischen in sehr viele Regionen Deutschlands und auch zu uns nach Rheinland-Pfalz in die Grafschaft.

In der Gülle ist der Stickstoff zu einem großen Teil an Nitrat gebunden. Nitrat ist das Salz, das verantwortlich ist für die hohe Belastung der Böden, des Grundwassers und der Oberflächengewässer. Unser daraus  gewonnenes Trinkwasser, das Lebensmittel Nr. 1, muß inzwischen sehr aufwendig mit hohen Kosten aufbereitet werden. Die Wasserversorger schlagen Alarm.

Wird Gülle durch Starkregen vom Acker in Bachläufe ausgeschwemmt, gelangen Nitrat und Krankheitserreger wie z. B. Coli Bakterien in die Gewässer.

Die Waffe Antibiotikum wird stumpf durch hohen Einsatz in Massentierställen. Multiresistente Keime verbreiten sich und erschweren lebenswichtige Behandlungen. Im Fleisch von Tieren aus den Massentierställen werden sehr hohe Antibiotikarückstände nachgewiesen. Im Falle einer Erkrankung wird die Behandlung mit wirksamen Antibiotika erschwert.

Von Gülletransporten werden immer wieder schlimme Unfälle gemeldet. Fließt dabei die Gülle in Gewässer, wird dort das Leben auf Jahre hinaus zerstört. Hier finden Sie eine Chronik des BUND zu Unfällen.

Lesen Sie  hier  unsere Forderungen zu Gülle-Stopp