Verwaltungsgericht Koblenz

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Gericht-Koblenz

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Gülle-Stopp zum Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz.

 

Grünes Licht für den Bau des Güllebeckens. Das Verwaltungsgericht Koblenz hat am 07.11.2016 der Klage von Landwirt Theo Münch entsprochen und die beklagte Kreisverwaltung angewiesen, den Bau zu genehmigen. Eine Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz ist zulässig.

 

 

 

Dieses Urteil hat die Bürgerinitiative mit großem Bedauern aufgenommen.Mit diesem Urteil befürchten die Bürgerinnen und Bürger nun eine zusätzliche Belastung durch Gülle, Gestank, Umwelt- und Gesundheitsbelastung.

Das unternehmerische Kalkül mit der Gülle verspricht offenbar gute Geschäfte. Bürger sehen ihre Bedürfnisse den wirtschaftlichen Interessen eines Einzelnen untergeordnet. Das Urteil hat für die gesamte Grafschaft negative Folgen. Herr Münch beschädigt mit dieser Baumaßnahme nachhaltig das schon angeschlagene Ansehen der Landwirtschaft in der Bevölkerung.

Unter dem aktuellen Eindruck der eingereichten EU Klage gegen Deutschland wegen dauerhaft zu hoher Nitratwerte im Grundwasser bekommt die Herrn Münch zugesprochene Baugenehmigung einen besonders negativen Anstrich.

 

Was geht vor in der Landwirtschaft?

Offenbar schuldet man niemandem Rechenschaft? Probleme werden klein geredet. Alle anderen scheinen sich zu irren, die Wissenschaftler im Sachverständigenrat für Umweltfragen, die Beiräte für Agrarpolitik, die Umweltverbände? Es liegen bedenkliche Berechnungen des Bundesumweltamtes vor, dass viel mehr Stickstoff auf die Felder kommt, als mit der Ernte abgefahren wird. Und die Wasserversorger, die irren sich sowieso!

Es hat schon gewisse tragische Züge angenommen, da man ein Umdenken in der Landwirtschaft scheinbar nicht für nötig hält.

 

Die Bürgerinitiative Gülle-Stopp bekräftigt abermals ihren Standpunkt gegen dieses Bauvorhaben mit einem entschiedenen NEIN.