Umweltreport West-Flandern

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Der Dachverband der West-Flämischen Umwelt-und Naturorganisationen (WMF) stellte am 25. April 2017 in Brüssel einen umfangreichen Bericht zu den Auswirkungen der Massentierhaltung auf die Volksgesundheit vor.
Anwesend waren neben EU-Parlamentariern mehrere Umweltorganisationen aus Belgien und den Niederlanden.

 

 

Eingeladen war die Bürgerinitiative „Gülle-Stopp für die Grafschaft“, vertreten durch einige Vorstandsmitglieder, sowie die Initiative Grünlandschutz, vertreten durch Frau Dr. Katharina Schmidt-Loske. Mit einem kurzen PowerPoint Vortrag hatte der Vorsitzende Ulrich Hermanns Gelegenheit, die Gülleproblematik mit ihren Besorgnis erregenden Folgen für das nördliche Rheinland-Pfalz und die Grafschaft darzustellen. Hingewiesen wurde dabei auf den Zusammenhang von Massentierhaltung in Regionen mit der größten Viehdichte der Welt -West-Flandern in Belgien- und –Brabant in den Niederlanden- mit der Auswirkung einer hohen Exportrate an Gülle in unsere Region.

 

Die Schwerpunkte des WMF-Berichts lagen auf den großen Sorgen einer massiven Gesundheitsbelastung für die dort lebende Bevölkerung. Viele wissenschaftliche Studien wurden als Beleg herangezogen, die auf die Gefährdung u.a. durch multiresistente Keime und dem hohen Einsatz von Antibiotika in den Ställen mit nachfolgender Beeinflussung der natürlichen Bakteriengemeinschaften im Boden durch Gülle hinwiesen. Besorgniserregend sei darüber hinaus die Verbreitung von Erregern über die untersuchten Feinstaubemissionen.

 

Die Politik ist jetzt gefordert. Dies war eine Hauptforderung in der anschließenden Diskussion mit einigen EU-Parlamentariern für die am 02. Mai 2017 beginnende Beratung im EU-Agrarausschuß zur die Reform der „Gemeinsamen Agrarpolitik“ (GAP).

 

Die Notwendigkeit einer Europäischen Netzwerkbildung zur Forderung nach einer besseren und umweltverträglichen Landwirtschaft wurde von allen Teilnehmern begrüßt. Die Bürgerinitiative GÜLLE-STOPP wird hierzu ihren Beitrag leisten.