Macht und Verantwortung der Verbraucher

© Gülle-Stopp

Haben wir als Konsumenten den Schlüssel in der Hand, um die Produktionsbedingungen in der Wirtschaft entscheidend zu beeinflussen?

Leben wir in einer Verbraucherdemokratie?

Können wir Bürger aus dem Kaufakt eine Art Stimmzettel machen?

Warum auf Gesetze warten?
Ignorieren wir Billigfleisch in der Supermarkttheke, reguliert sich der Markt automatisch!

 

Konzerne setzen Regierungen unter Druck, die Lobby versucht demokratische Regeln zu umgehen, die wiederkehrende Drohung von Arbeitsplatzverlusten treibt Regierungen in eine Art Ohnmacht. Genau darum sollten sich Verbraucher als Konsumenten an ihre Gestaltungsmacht erinnern!

 

Wenn Sie Fleisch mögen, dann ist das völlig in Ordnung.

Bedenken Sie aber beim Einkauf,wie Sie Einfluß nehmen können auf die Tierhaltung und somit auch auf das hohe Gülleaufkommen.

Seien Sie kritisch und auch bereit, etwas mehr zu zahlen für qualitativ gutes Fleisch aus artgerechter Haltung.

 

Kaufen wir weiterhin billiges Fleisch, ignorieren wir die ruinösen Folgen aus und in den Massentierställen.

 

 

Macht endlich Schluss mit BILLIG !

Schluss mit BILLIG-endem Tierleid in Qualtierställen !

 

Jeder Verbraucher kann mit seiner individuellen Entscheidung, Billigfleisch zu boykottieren, Macht ausüben. Wir als Verbrauche müssen uns über diese „Schlüsselrolle“ sehr bewußt sein und können als Konsumenten „unsere Macht“ gegen Konzerne und Supermarktketten wirksam einsetzen. Bleiben die Billigfleischwaren in den Theken liegen und sind wir immun gegen eine Manipulation durch Werbung, so sind wir in der Lage, schneller als Gesetze Veränderungen zu bewirken. Arbeitnehmer kann man entlassen, nicht aber Konsumenten.

 

In seinem Buch „Zu Fuß durch ein nervöses Land“ zitiert Jürgen Wiebicke den Politikwissenschaftler Colin Crouch:
„Er sehe die zunehmende Aushöhlung staatlicher Kompetenzen und präge den Begriff „Postdemokratie“.
Äusserlich lebten wir in demokratischen Verhältnissen, weil es Wahlen und Regierungen gibt. Die Machtbalance habe sich jedoch verschoben, hin zu einer Macht der Märkte, auf denen die Konzerne das Sagen haben.
Wer gewählt ist, sei ohnmächtig, wer nicht gewählt ist, bestimme die Spielregeln“.

 

Warten wir als Verbraucher doch einfach nicht auf den „Sankt-Nimmerleins-Tag“ bis aus einem parlamentarischen Abstimmungsstreit nach oft viel zu langer Zeit ein Gesetz verabschiedet wird. Als Beispiel sei das neue Düngegesetz von März 2017 erwähnt. Für viele Experten ein fauler Kompromiß nach einer Verzögerung von gut fünf Jahren, nicht zuletzt durch den Druck der EU-Kommission verabschiedet.  Eine „Verbraucherdemokratie im Supermarkt“ sollte als zusätzliche Möglichkeit gesehen werden, Volkes Willen schneller durchzusetzen! Lassen wir uns nicht durch Marketing und Werbung manipulieren!

 

In einem STERN-Artikel vom 16. April 2016 erschien ein sehr schöner Ratgeber zum Fleischkonsum:
Anregungen-für-einen-gewissenhaften-Fleischkonsum

 

Im April 2017 wurde eine Umweltbewusstseins-Studie bekannt mit dem Ergebnis:
Der deutsche Autofahrer ist bereit, sein Fahrzeug stehen zu lassen und stattdessen mit dem Bus oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren – oder gar zu Fuß ins Büro oder in die Werkhalle zu gehen. Sehr erfreulich, aber ist das auch wirklich ein echter Trend? Oder doch nur ein Bekenntnis, das zunächst niemandem wehtut? Eine schöne Vorstellung ist das. Selbstverständlich können wir uns das vorstellen. Nur wenn es ernst wird, ist die Vorstellung meist schnell zu Ende. Es ist ein Unterschied, die Bereitschaft etwas zu erklären und es dann auch zu tun. Die Schwelle zum echten Leben ist dann manchmal doch etwas höher als gedacht. Wenn es aber darauf ankommt, trifft jeder die Entscheidung über Bequemlichkeit und Lebensumstände selbst.

Umfragen über die Bereitschaft, mehr Geld für qualitativ gutes Fleisch aus artgerechter Tierhaltung auszugeben, gab es auch schon mit dem Ergebnis von breiter Zustimmung. Die Handelsstatistiken lassen jedoch eine Trendwende vermissen.

 

Am Samstag, 13. Mai 2017 Veranstaltete  GREENPEACE in 50 Deutschen Städten eine Aktion gegen Billigfleisch bei:

Jeder kritische Bürger kann sich an dieser Aktion beteiligen unter

Lidl-hat-die-Wahl: Tierleid oder Verantwortung

 

Ein Rechtsgutachten zur konventionellen Schweinemast kommt zu dem Schluss, dass diese Haltung gegen das Tierschutzgesetz und die Verfassung verstößt.

 

Eine kleine Gruppe unserer Mitstreiter war vor Ort, um mit GÜLLE-STOPP diese Aktion zu unterstützen