Geheimsache Tiertransporte

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Copyright: ZDF/Johannes Laidler
Manfred Karremann fotografiert einen mit Rindern beladenen Transporter. Copyright: ZDF/Johannes Laidler

Am 21. November 2017 sendete das ZDF in seiner Dokumentationsreihe 37 ° den Beitrag:

„Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen“

Zu sehen waren sehr schockierende Bilder der Transporte von Kühen, Kälbern, Schafen und Ziegen über Rumänien in die Türkei und weiter in Länder des Nahen Ostens.
Qualvolle Tiertransporte über viele tausend Kilometer!

 

In der Sendungsankündigung heißt es:
„Ein Ende mit unsäglichen Schrecken“.

 

Warum macht die Bürgerinitiative GÜLLE-STOPP auf diese Sendung aufmerksam?

Im engen Zusammenhang von Überdüngung durch Gülle, Massentierhaltung, Tiertransporte und Gewinnmaximierung
sehen wir:

fehlende(n)

Verantwortung
Respekt
Achtsamkeit

 

 

Wie seit Jahrzehnten, werden auch 2017 noch immer verletzte Rinder mit einem Kran aus dem Schiffsbauch gezogen und an einem Vorderbein aufgehängt auf Lastwagen verladen. Das Bein bricht unter dem hohen Gewicht. Obwohl der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass für Tiere aus der EU der Tierschutz bis zum Zielort sichergestellt sein muss, sind solche Quälereien nach wie vor Alltag. Offenbar kontrolliert niemand mehr den Tierschutz außerhalb der EU-Grenze. Copyright: ZDF/Manfred Karremann

 

 

Wir reihen uns ein in die lange Liste der Kläger und fordern:

 

 

 

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entscheidet in einem wegweisenden Urteil vom 23. April 2015:
„Tierschutz endet nicht an der Unionsgrenze“

 

 

Zitat Legal Tribune Online:
Tiertransporte müssen auch auf dem Weg aus der EU europäische Tierschutz-Regeln einhalten. Vorschriften für das Füttern und Tränken sowie für Beförderungs- und Ruhezeiten gelten somit auch für Teilstrecken außerhalb der EU, so das Urteil des EuGH.

Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen einem deutschen Tiertransportunternehmen und der südbayerischen Stadt Kempten. Die Stadt hatte sich geweigert, einen Rindertransport von Kempten nach Andijan in Usbekistan abzufertigen, weil für einen Abschnitt der 7.000 Kilometer langen Strecke keine Ruhe- oder Umladeorte vorgesehen waren. Speditionen müssen sich die Reiseplanung für lange Transporte von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und den meisten Pferden vorab von den Behörden genehmigen lassen.

 

Fakt ist aber, dass ein Tiertransportunternehmen Europäisches Recht in einem Hoheitsgebiet ausserhalb der EU nicht durchsetzen kann.

 

Es kann nur eine Lösung geben und hier sind die EU Kommission und die EU Regierungen gefordert mit einem eindeutigen Verbot:
Keine Transporte lebender Tiere über die EU Grenzen hinaus
Keine Transporte lebender Tiere in andere EU Staaten

 

 

Eine erste Reaktion auf den Filmbeitrag vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband meldete
Topagrar

 

 

Der Film- und Buchautor Manfred Karremann berichtet seit 1991 über das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten.
Er ist Begründer der Animal Network e. V.
Wer die enorm wichtige Arbeit dieses Vereins unterstützen möchte, kann Mitglied werden oder spenden.

 

Es sei noch auf einen Verein in Österreich hingewiesen.
VGT.at Verein gegen Tierfabriken
Er zeigt auf Karten die Europäischen und Aussereuropäischen Transportrouten