Demo gegen Güllesee

© Klaus Stotzem

Samstag, 16. Juni 2018 demonstrierte die Bürgerinitiative erneut gegen den Bau des geplanten, offenen Erdgüllebeckens bei 53501 Grafschaft-Gelsdorf.

 

 

 

Anlass ist die Zustimmung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Koblenz zum Antrag der Kreisverwaltung auf Zulassung zur Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) Koblenz vom 07. November 2016. Diese Entscheidung wird von der BI mit großer Genugtuung begrüßt, zumal wir schon seit Juni 2013 gegen den Bau Stellung bezogen haben.

 

Die BI möchte mit dieser Demo mit großem Nachdruck ihr entschiedenes NEIN gegen den geplanten Bau des offenen Beckens mit 5,5 Mio Fäkalfassungsvermögen zum Ausdruck bringen und sich gegegen die exssive Ausbring von belasteter Gülle aus Massenteirhaltung aus den Niederlanden zur Wehr setzen.

© Klaus Stotzem

Die Landwirte zitieren gerne das geltende Düngegerecht und und ihre Arbeit nach der  „guten fachlichen Praxis“. Aber gerade dieses Recht gibt uns Bürgern keinerlei Schutz vor der Gülleflut, dem damit verbundenen Gestank, der Nitratbelastung der Böden, des Grundwassers und schließlich auch vor den möglichen Gesundheitsgefahren. Die Bedenken der Bürger finden dabei keine Berücksichtigung.

© Klaus Stotzem

Das geplante Güllebecken birgt Gefahren für Mensch und Umwelt:

  • Gülle aus industrieller Massentierhaltung ist gefährlicher Sondermüll und belastet die Gesundheit der Menschen
  • Die Güllegrube ist ein Sammelbecken für multiresistente Keime und andere Krankheitserreger
  • das Treibhausgas Ammoniak belastet nicht nur durch Gestank, sondern es trägt maßgeblich zur Feinstaubbildung bei
  • Ein hohes LKW Verkehrsaufkommen würde zusätzliche Belastungen bringen
    Ein Gülleunfall mit verheerenden Folgen kann nicht ausgeschlossen werden
  • Anlieger befürchten eine sinkende Wohnqualität und einen Wertverlust ihrer Immobilie

 

Es gibt viel Unruhe und heftige Kritik zu diesen Entwicklungen in der Landwirtschaft.

Wir Bürger haben es satt.

 

 

 

 

Die Industrialisierung in der Landwirtschaft läßt Höfe sterben. Abermillionen Tiere fristen in Qualställen ein unwürdiges und moralisch fragwürdiges Dasein. Milliarden Liter Gülle überschwemmen Ackerböden und Grünland und belasten das Grundwasser und unsere Lebensmittel. Das Trinkwasser  -unser Lebensmittel Nr. 1-  ist heute stark gefährdet.

 

 

Wir fordern:© Gülle-Stopp

  • Kein Bau eines offenen Güllebeckens in der Grafschaft
  • Schluss mit der Verklappung von Importgülle auf Grafschafter Ackerflächen
  • Schutz der Böden und des Grundwassers vor Überdüngung und Nitratbelastung.
  • Mehr Kontrollen durch die Agrar-Aufsichtsbehörden
  • Schutz vor elendigem Fäkaliengestank vor unserer Haustür
  • Schützt die Vielfalt von Flora & Fauna für eine Zukunft ohne Artensterben
  • Weder Erweiterung des bestehenden Massentierstalls in Grafschaft-Esch noch ein weiterer Neubau an anderer Stelle für die Billigfleischproduktion

 

 

 

© Gülle-Stopp

 

Wir fühlen uns wohl mit Bauernhöfen, nicht mit Agrarfabriken,

denn die braucht kein Schwein

 

 

 

 

 

Den betreffenden Landwirt fordern wir auf:

Geben sie dieses Bauvorhaben im Interesse der guten Nachbarschaft auf.
Wir appelieren an ihren Gemeinsinn, haben sie ein Einsehen.

Nicht alles was rechtlich zulässig ist, ist auch rechtens!