Fleischpreise

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© BLE, www.oekolandbau.de, Bild Dominic Menzler

18.08.2018
Bauern fordern Verdopplung des Preises für Schweinefleisch,
denn:
„neue Tierschutzauflagen könnten zum Bankrott vieler Betriebe führen“.

 

Die Menschen, so der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbands (DBV), wünschen sich einerseits mehr Tierschutz in den Ställen, seien jedoch oft nicht bereit, mehr Geld für die „frei laufende Sau unter dem blühenden Apfelbaum zu zahlen“. Denn: „Sie empfinden keinen Mehrwert, wenn sie für weniger Fleisch mehr Geld bezahlen sollen.“

Neue Tierschutzvorgaben, durch das geplante Tierwohl-Label der Bundesregierung, wie die Kastration von Ferkeln unter Narkose oder deutlich mehr Platz für die Sauen erfordern, so der Bauernverband, hohe finanzielle Ausgaben der Mäster.

 

© BLE, www.oekolandbau.de, Bild Dominic MenzlerWir meinen:

Schon eine Reduktion der ständigen Fleisch-Überproduktion würde für mehr Platz in den Ställen sorgen. Die zügellose Tierhaltung unter Fabrikbedingungen soll den ungesunden Appetit der westlichen Gesellschaften auf billiges Fleisch befriedigen. Aber der Preis für das jahrzehntelange Ignorieren und Zweifeln ist hoch. Auf die Bedürfnisse des Augenblicks zugunsten der Zukunft sollte verzichtet werden.

Die bestehenden westlichen Modelle der Produktion und des Konsums können keine Grundlage für die Zukunft sein!

Ein verdoppelter Preis für Schweinefleisch mag möglicherweise den Bauern den Standard der Fleischproduktion sichern. Dieser Standard sichert lediglich die ständige Überproduktion mit allen Nachteilen für Tiere und Umwelt.

 

Die Zeit ist reif für einen Systemwechsel.

 

Politik reagiert träge und wir haben reichlich Erfahrung mit agrar-lobby-hörigen Landwirtschaftsministern. Warten wir nicht länger auf Entscheidungen von ganz oben. Verbrauchermacht wirkt schneller.

 

Die Albert-Schweitzer-Stiftung sagt es mit einfachen, klaren Worten:
„Selbst wenn Sie Fleisch mögen, können Sie Teil des Wandels werden, der Tierschutz mit Genuss vereint“.

 

©  BLE, www.oekolandbau.de, Bild Thomas Stephan

 

Zeigen Sie den industriellen Mästern die rote Karte!
Entscheiden Sie sich für den „Mehrwert“ Fleisch aus artgerechter Haltung!