Verbot von Import-Gülle

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© Zunhammer Schleppschuh Grünland

05.09.2018
Die SPD Grafschaft nennt es mit Recht ein „Leuchtturmprojekt“.

 

Die Rhein Zeitung spricht von „Zeichen des Umdenkens“.

 

Auf Antrag der SPD Grafschaft wurde im Umwelt- Agrar- und Forstausschuss der Gemeinde mehrheitlich mit den Stimmen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen bei einer Gegenstimme eines Landwirts der FWG der Antrag angenommen. Der Beschluss sieht vor, dass auf gemeindeeigenen, verpachteten Agrarflächen keine Importgülle ausgebracht werden darf.

Zwar handelt es sich „nur“ um eine kleine Fläche von etwa 20 ha, jedoch zeigt dieser mutige Schritt der Ratsherren, dass die Botschaft der Bürgerinitiative endlich angekommen ist. Der jahrelange Kampf, zunächst gegen das geplante, riesige Güllebecken und auch gegen die Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch den Güllewahnsinn der industrialisierten Landwirtschaft, war erfolgreich.

 

Möge dies ein Signal an die uneinsichtigen Landwirte sein, die weiterhin gerne auf die „Wertigkeit“ und „Unverzichtbarkeit“ der Importgülle hinweisen

und

gleichzeitig alle Warnungen aus der Wissenschaft und der Agrarexperten beiseite wischen.

 

Natürlich nahm die Bürgerinitiative diese Ausschußsitzung zum Anlass, mit einer Demo am Rathaus ihre Forderungen sichtbar zum Ausdruck zu bringen.

 

General Anzeiger Bonn  und  Rhein Zeitung  berichten. Auch die SPD Grafschaft freut sich mit uns über den Erfolg. Das Positionspapier SPD verdeutlicht die Dringlichkeit des Antrags

 

Dieser Beschluss wird verstärkt durch die Annahme drei weiterer Anträge:

  • CDU, Maßnahmenpaket für eine bienenfreundliche Gemeinde entwickeln  – „Bienenland Grafschaft“
  • FWG, Ökologische Aufwertung geeigneter Gemeindeflächen um einen lokalen Beitrag zum Insektenschutz zu leisten
  • Grüne, Die Vielfalt der Natur bewahren. Biologische Vielfalt & Naturschutz. „Aktion Grün“

 

Alle Maßnahmen aus diesen Anträgen haben auch einen engen Zusammenhang zu den negativen Auswirkungen der Gülle auf das ökologische System, Biodiversität und Artenvielfalt.

 

Unsere Grafschaft kann zurecht mit diesem „Leuchtturmprojekt“ in das Land erstrahlen.