Was der Wind sät …..

© Ulrich Hermanns

Eine umfassende Studie zur Verbreitung von Pestiziden über die Luft gab das „Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft“ in Auftrag.

Das Institut  TIEM  -integrierte Umweltüberwachung- untersuchte im Auftrag des Bündnisses Baumrinden auf ihre Belastung durch Ackergifte.

 

 

Immer häufiger müssen Bio-Bauern feststellen, dass ihre erzeugten Produkte mit konventionellen Pestiziden belastet sind –und das selbst an Orten, die kilometerweit von konventionell bewirtschafteten Flächen entfernt liegen.

Drei unterschiedliche Wege stehen im Verdacht, für die durch die Studie nachgewiesene weitflächige Verteilung verantwortlich zu sein.

  • Das feine Spray verteilt sich während des Spritzvorgangs über die Fläche auf benachbarte Flächen aus.
  • Pestizidwirkstoffe verdunsten und werden vom Wind gasförmig verteilt.
  • Durch Bodenerosion werden Partikel, an denen Pestizidrückstände haften, mit dem Wind fortgeweht. Dieser Verbreitungsweg könnte insbesondere die durch die Studie belegten Kontaminationen durch nicht flüchtige Ackergifte, wie z. B. Glyphosat, erklären. Insbesondere, wenn die Fundstellen weit von behandelten Flächen entfernt liegen.

 

Das Bündnis sagt:

„Wenn sich Pestizidrückstände bis in die letzten Winkel des Landes und der Welt ausbreiten, dann gefährdet das nicht nur den ökologischen Landbau. Es beschädigt den guten Ruf der Land- und Lebensmittelwirtschaft insgesamt und untergräbt das Vertrauen der Bürger in Wirtschaft und Behörden“.

Quelle: Heike Kirsten, Rapunzel, natur.post

 

Darüber hinaus stellt sich für uns die dringende Frage nach der Gesundheitsgefährdung der Bürger, die ohne Vorwarnung aus der Landwirtschaft den Folgen von Spritzaktionen ausgesetzt sind, zu oft sogar unmittelbar neben Wohnhäusern.

Lesen Sie die hier die Untersuchungsergebnisse der Studie.