Neue Düngeverordnung gültig ab 01.05.2020

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Zu hohe Nitratwerte im Grundwasser
Die EU Kommission drohte mit hohen Bußgeldern (täglich bis zu 850.000 Euro)
Letzte Frist bis September 2019 setzt die Bundesregierung unter starken Handlungsdruck
Landwirte machen mobil mit lautstarken Demonstrationen und Traktor-Korsos gegen die Pläne der Bundesregierung

 

Nach Kritik einiger Bundesländer wegen fachlicher Mängel am Verordnungsentwurf
hat der Bundesrat am 27.03.2020 dem Entwurf der Bundesregierung zur Novellierung der Düngeverordnung zugestimmt.

Durch die Übernahme in das Bundesgesetzblatt erlangt die Düngeverordnung mit Wirkung vom 1. Mai Gültigkeit. Einzige Änderung ist die Verschiebung des Inkrafttretens der Auflagen für die Roten Gebiete auf Januar 2021

 

Als belastete oder auch „rote“ Gebiete werden Flächen bezeichnet, in denen der Wert von 50 mg Nitrat/l im Grundwasser überschritten wird. In manchen Bundesländern ist der Anteil solcher Flächen erheblich. In Niedersachsen gelten 39 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen als Nitrat-belastet -und damit als „rote Gebiete“. Auch Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weisen Flächen in dieser Größenordnung auf. Hier soll eine Absenkung der Stickstoffdüngung auf 20 % unter Bedarf im Durchschnitt des Betriebes erfolgen.

 

Für die wichtigsten Änderungen sei auf zwei informative Links verwiesen:
Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein  und  agrarheute