Landwirte wollen Flächen besser vernetzen

Foto: Jordi Recasens, Quelle: Georg-August-Universität Göttingen, Fakultät für Agrarwissenschaften

Der Kreis Ahrweiler begrüßt die neue Umweltschutzkooperative RheinAhrEifel e.V.


Landwirte im Kreis Ahrweiler haben die „Umweltschutzkooperative RheinAhrEifel e. V. gegründet. Ziel ist die Vernetzung von Ackerflächen zur Stabilisierung der Artenvielfaltfür Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten.

Artenvielfalt wird durch eine ökologische Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen unabhängig vom Anteil naturnaher Lebensräume gefördert.

In Rheinland-Pfalz gehört der Landkreis Ahrweiler zu einem von drei Modellkreisen für ein entsprechendes, vom Land gefördertes Projekt.Schon jetzt wird der Verein vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, vom Maschinenring Rhein-Ahr-Eifel und von der Landwirtschaftskammer Rheinland Pfalz unterstützt.

Ein höherer Anteil naturnaher Lebensräume soll entstehen, denn Landschaften mit solchen heterogenen Agrarflächen beherbergen deutlich mehr Arten an Pflanzen, Bienen, Tagschmetterlingen, Schwebfliegen, Laufkäfern, Spinnen und Vögeln als Landschaften, die durch großflächige Monokulturen geprägt sind.

Ursprünglich geht die Initiative auf das EU Projekt „FarmLand“ zurück. Die Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen ist mit Forschungsarbeiten an diesem Projekt beteiligt. Es wird untersucht, wie der Anbau von mehr Kulturarten vielfältiger gestaltet werden kann.

 


Aus Sicht der Bürgerinitiative ist dies eine sehr zu begrüßende Aktion
einiger aktiver Landwirte im Kreis Ahrweiler. Wir hoffen, dass daraus eines Tages eine Erfolgsgeschichte wird und die Natur in der landwirtschaftlichen Nutzung stärkere Berücksichtigung findet. Leider steht dagegen die aktuelle Intensivierung in der Landwirtschaft mit immer größeren Äckern und großflächigeren Monokulturen.Erst das Vernetzen von Ackerflächen mit schonenden Anbaumethoden gibt Flora und Fauna eine Chance zum besseren Überleben. Die dringenden Appelle aus Wissenschaft und Umweltverbänden fanden zu lange zu wenig Aufmerksamkeit. Diese landwirtschaftliche Kooperative macht einen Anfang und zeigt, dass bei einigen Landwirten ein Umdenken stattfindet. Die Bürgerinitiative Gülle-Stopp schaut schon länger über den Tellerrand ihrer Forderung nach einem Stopp von Import-Gülle. Dazu gehören Erwartungen an eine Landwirtschaft, die MIT der Natur arbeitet. Ökologie, Naturschutz, Artenschutz, artgerechte Tierhaltung, Zurückhaltung beim Pestizideinsatz.

Die Verteilung unserer Steuergelder sollte an mehr ökologische Feldbearbeitung gebunden werden. Öffentliche (Steuer)-Gelder nur für öffentliche Leistungen für den Naturschutz.

Aber auch die Verbraucher sehen wir in der Pflicht. Nicht der vermeintlich günstige Supermarktpreis sollte im Mittelpunkt der Kaufentscheidung stehen. Würdigt der Verbraucher die Qualität eines Lebens-Mittels mit der Akzeptanz des dafür erforderlichen Preises, so hilft es Nutztieren und der Natur

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